Montag, 10.03.08 | 

 

Kyrill ist bald vergessen

 

Bürgerbäume / Westfälische Nachrichten, 10.03.2008

 

Pressebericht:
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Montag, 10.03.08 | 

 

 

Junge Linden lindern "Kyrill" Schäden

 

Bürgerbäume / Münstersche Zeitung, 10.03.2008

 

Pressebericht:

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Strahlende Gesichter bei der Preisverleihung gestern Abend in Berlin: Prof. Klaus Juncker, Hans Rath, Fabian Klein, Stephanie Schmidt und Bianca Meyer, Martin Steinbach, Bundesjustizminsterin Brigitte Zypries, Dr. Christoph Pleister und Dr. Peter Hanker (v.l.). Foto: -spe-

Freitag, 29.02.08 | 

 

 

Mit "einzigartiger Qualität" an die Spitze

 

Verantwortung lernen / Westfälische Nachrichten, 29.02.2008

 

Glanzvoller Festakt in Berlin: Stiftung "Bürger für Münster" erhält den Förderpreis Aktive Bürgerschaft 2008.

 

Berlin / Münster Das geht runter wie Öl. Die "Stiftung Bürger für Münster" habe sich selbst übertroffen, lobt Dr. Peter Hanker, der Vorstandsvorsitzende des Vereins "Aktive Bürgerschaft": "Sie überzeugte durch professionelle Arbeit und einen einzigartigen Qualitätsanspruch." Die Vertreter der Stiftung sitzen in der ersten Reihe im prachtvollen Foyer der DZ-Bank am Brandenburger Tor und strahlen um die Wette. Für ihr Projekt "Verantwortung lernen!" haben sie soeben aus den Händen von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries den "Förderpreis Aktive Bürgerschaft" erhalten. Den ersten Preis, dotiert mit 15000 Euro.

 

"Verantwortung lernen!" ist ein Projekt, das die Bürgerstiftung gemeinsam mit der Stiftung Westfalen-Initiative und der Stiftung Bürgerwaisenhaus auf die Beine gestellt hat. Und das die Juroren des Preises, der bürgerschaftliches Engagement im Bereich Jugendarbeit würdigt, weit mehr überzeugt hat als Dutzende ähnlicher Projekte aus ganz Deutschland. Jugendliche werden nicht nur an ehrenamtliche Tätigkeit herangeführt - an Aufgaben in Altenheimen, Kindergärten, Stadtteilzentren oder bei der Hausaufgabenbetreuung. Ihr Engagement wird zudem im Schulunterricht behandelt. Das gibt doppelte Bestätigung.

 

"Wer Gutes tut, wird auch gut in der Schule", sagt Prof. Klaus Juncker, der Vorsitzende des Stiftungsrats. Die ZDF-Moderatorin Luzia Braun, die durch die Veranstaltung führt, hakt nach: "Seid ihr in der Schule besser geworden durch euer Engagement?" Stephanie Schmidt, Bianca Meyer und Fabian Klein stehen auf der Bühne; die Schüler aus Münster und Warendorf sind an "Verantwortung lernen" beteiligt. "Ja, schon", lautet die einmütige Antwort. Warum? "Man fühlt sich stärker. Man wird bestätigt."

 

Genau das ist es, was die Teilnehmer der Podiumsdiskussion "Zukunft Bürgerengagement" vor der Preisverleihung hervorheben. Jugendliche können viel, und sie engagieren sich auch weit mehr, als die öffentliche Diskussion ahnen lässt. Aber ohne Anerkennung, öffentliche zumal, drohe vieles im Sande zu verlaufen. Die Stiftung Bürger für Münster suche Jugendliche als Partner - und traue ihnen sehr viel zu. Umso nachhaltiger der Erfolg. "Wenn Sie heute in Münster aufwachsen", spricht die Bundesjustizministerin, "lernen Sie Verantwortung - bei der Bürgerstiftung." Das hört Hans Rath gern. Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung ist glücklich, dass das münsterische Projekt in einem solchen Rahmen gewürdigt wird: "Wir teilen die Freude mit all denen, die sich beworben haben." Zum Beispiel mit der Bürgerstiftung Weimar und der Bürgerstiftung Pfalz, die sich den zweiten Preis teilen und jeweils 5000 Euro erhalten. Die "Stiftung Bürger für Münster" hat mit ihrem Preisgeld Großes vor. Die 15?000 Euro gehen in einen Fond, aus dessen Erträgen alle zwei Jahre der Preis "Jugend macht Zukunft" finanziert werden soll. 

Lukas Speckmann

 

Pressebericht:

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Freitag, 29.02.08 | 

 

 

Sie sind die eigentlichen Gewinner des Abends

 

Verantwortung lernen / Münstersche Zeitung, 29.02.2008

 

Münster/Berlin Sie sind die eigentlichen Gewinner des Abends: Etwas verloren stehen die Schüler Stephanie Schmidt, Bianca Meyer und Fabian Klein zwischen Bundesjustizministerin Brigitte Zypries und Klaus Juncker von der Stiftung Bürger für Münster.

 

Die Verleihung des 10. Förderpreis "Aktive Bürgerschaft" in Berlin ist eindeutig eine Veranstaltung für Erwachsene. Deren Aufmerksamkeit gilt allerdings uneingeschränkt den Jugendlichen. Denn die drei münsterschen Schüler stehen für 300 weitere, die sich an 20 Schulen in und um Münster ehrenamtlich im Rahmen des Projekts "Verantwortung lernen" engagieren.

 

Initiator von "Verantwortung lernen" ist in Kooperation mit weiteren Partnern die Stiftung "Bürger für Münster", der formelle Gewinner des 1. Förderpreises in Höhe von 15 000 Euro. Doch das ist nicht der einzige Grund, an diesem Abend zu jubeln, meint Stiftungsrat Klaus Juncker: "Anerkennung ist immer eine tolle Triebfeder. Insofern ist das natürlich ein ganz besonderer Antrieb!"

 

Doch der 64-jährige Wirtschaftsprofessor will gar nicht im Mittelpunkt stehen, dort sieht er lieber die Teilnehmer an "Verantwortung lernen". In dem Projekt können Jugendliche selbständig daran arbeiten, Missstände, die ihnen aufgefallen sind, zu beseitigen. So gestalten zum Beispiel Stephanie Schmidt und ihre Mitschüler Nachmittage mit geistig behinderten Kindern, Bianca Meyer gibt ehrenamtlich Nachhilfe und Fabian Klein und seine Klassenkameraden haben für den Sportverein Everswinkel eine außergewöhnliche Werbe-DVD produziert.

 

Lob gab es dafür auch von Justizministerin Brigitte Zypries höchstpersönlich: "Die ausgezeichneten Beispiele sollten bundesweit Schule machen", sagte sie in ihrer Laudatio - und genau das hat auch die Stiftung "Bürger für Münster" mit "Verantwortung lernen" im Sinn.

Markus Münch

 

Pressebericht:
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Freitag, 22.02.08 | 

 

 

Letzter "Bürgerbaum" wird versteigert

 

Bürgerbäume / Westfälische Nachrichten, 22.02.2008

 

Geschafft: Fast alle Linden, die für die Promenade vor dem Schloss vorgesehen sind, haben ihre Paten gefunden.

 

 

Münster. Geschafft: Fast alle Linden, die für die Promenade vor dem Schloss vorgesehen sind, haben ihre Paten gefunden. Ob Privatpersonen, Familien, Nachbarschaften oder Vereine, Unternehmen und ihre Belegschaften - alle wollten mit ihrer Baumpatenschaft dazu beitragen, dass bereits jetzt im Frühjahr sattes Grün an jungen Linden sprießen kann, heißt es in einer Pressemitteilung. Die ersten Bürgerbäume sind gepflanzt, und bis zum Frühjahrssend soll dieses Promenadenstück wieder aufgeforstet sein. "Auch in den letzten Tagen erreichten uns immer noch Anfragen, ob weitere Patenschaften übernommen werden können", berichtet Stephanie Tölle von der Agentur X + Y-Design, die die Aktion unterstützt. Jetzt gibt es noch eine letzte Chance. Eine Linde ist reserviert, die ab dem 22. Februar unter dem Suchbegriff "Bürgerbaum" bei Ebay - Mindestgebot 1000 Euro - versteigert wird. Die Auktion endet Ende des Monats. "Wir hoffen, dass die Gebote deutlich höher liegen. Denn alles, was darüber hinausgeht, kommt der Waldschule Münsterland zugute", erklärt Petra Woldt von der Stiftung "Bürger für Münster" die Aktion. Diese Stiftung erhält am 28. Februar den mit 15 000 Euro dotierten Hauptpreis beim Wettbewerb "Aktive Bürgerschaft". Die Jury war von einem Projekt mit Schulkindern überzeugt worden.


Mittwoch, 06.02.08 | 

 

 

Aufforsten nach Kyrill

 

Bürgerbäume / Westfälische Nachrichten, 06.02.2008

 

Pressebericht:

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Samstag, 02.02.08 | 

 

 

Baum Nummer 9 grünt für die Grünen

 

Bürgerbäume / Westfälische Nachrichten, 02.02.2008

 

Pressebericht:

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Dienstag, 29.01.08 | 

 

 

Ich schenk’ dir eine Linde

 

Bürgerbäume / Münstersche Zeitung, 29.01.2008

 

Pressebericht:

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Gestern an der Promenade vor dem Schloss: Die ersten Bürgerbäume werden eingepflanzt. Foto: Oliver Werner

Dienstag, 29.01.08 | 

 

 

Ein Jahr nach Kyrill: Die Linden kommen zurück

 

Bürgerbäume / Westfälische Nachrichten, 29.01.2008

 

Münsteraner spenden 200 Bäume/Pflanzaktion vor dem Schloss

 

Münster. Vor einem Jahr fegte Orkan Kyrill vor dem Schloss buchstäblich die Promenade leer. Seit gestern wachsen auf dem kahlgeschlagenen Abschnitt wieder die ersten Winterlinden. Und die 40, etwa vier Meter hohen Bäume zwischen Landgericht und Schlosszufahrt sind auch Jubiläums-, Geburtstags-, Gedenk- oder Familienbäume, zählte Petra Woldt von der Bürgerstiftung Münster auf. Die Stiftung hatte gemeinsam mit der Agentur XY-Design das von den Westfälischen Nachrichten unterstützte Projekt Bürgerbäume initiiert und war vom Erfolg selbst ganz perplex. Alle 200 Bäume auf dem besonders in Mitleidenschaft gezogenen Promenaden-Abschnitt vor dem Schloss wurden innerhalb von etwa drei Monaten von einzelnen Münsteranern oder Gruppen gespendet. Die Nachfrage war sogar so groß, dass Wartelisten gebildet werden mussten. 1000 Euro waren für jede Winterlinde fällig, darin enthalten sind die Pflanzkosten und die Pflege in den nächsten zehn Jahren. Gestern wurden die hochstämmigen Linden von einem Riesentransporter an den Hindenburgplatz geschafft, kleine Bagger kurvten hin und her, um die Bäume an ihren jeweiligen Platz zu schaffen. Zum Auftakt der Pflanzaktion waren auch etliche Spender dabei, die schon auf die Suche nach ihrem Baum gingen. Alle Bäume erhalten eine Nummer, die sie für ihre Spender identifizierbar macht. An der neu gestalteten Promenade wird eine Tafel mit allen Stiftern angebracht. Das Deutsch-Niederländische Korps als Nachbar hat gleich zwölf Linden gespendet. Für jedes Land in unserer multinationalen Truppe eine, erklärte gestern Oberstleutnant Paul Kolken. 450000 Euro kostet die Sanierung des gesamten Promenadenabschnitts, 200000 Euro die Kosten für die Bäume übernimmt die Bürgerschaft. Eine fantastische Aktion, lobt der städtische Umweltamtsleiter Heinrich Bruns, und verspricht, dass die Bäume schon im kommenden Sommer Schatten spenden werden. Die Knospen trieben dank des milden Wetters schon. Und das, obwohl doch einige der Linden Weihnachtsbäume sind. Etliche Spender verzichteten in diesem Jahr auf ihren traditionellen Tannenbaum im Wohnzimmer zugunsten einer Winterlinde auf der Promenade.

Karin Völker

 

Pressseberichte:

www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/muenster/buergerbaeume/

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Samstag, 22.09.07 | 

 

 

Schüler machen sich nützlich

 

Verantwortung lernen / Münstersche Zeitung, 22.09.2007

 

"Verantwortung lernen" vermittelt Kompetenzen jenseits des klassischen Lehrplans.

 

Münster. Elisabetta und Jacqueline machen sich nützlich. Die 14-jährigen Mädchen von der Fürstenbergschule spielen regelmäßig in einem Kindergarten mit den Jungen und Mädchen und helfen bei der Zubereitung der Mahlzeiten. Dieses soziale Engagement steckt an. Auch andere Schüler pauken nicht nur Mathe und Englisch, sondern engagieren sich für den Naturschutz oder verschönern Spielplätze. Ein Einsatz, der auch für die Schüler von Vorteil ist. "Wo kann ich mich nützlich machen im Stadtteil?" - unter diesem Titel beteiligt sich die Fürstenbergschule am Projekt "Verantwortung lernen", das von Dr. Jutta Schröten geleitet wird. Neun weitere Schulen aus Münster und der Region sind ebenfalls dabei. Gestern stellten zwei von ihnen im Beisein der Schirmherrin, NRW-Schulministerin Barbara Sommer (Foto), im Rathaus vor, was sie bisher erreicht haben. Ob eine DVD zum 100-jährigen Bestehen des Sportvereins oder die gemeinsame Freizeitgestaltung mit Behinderten - das Projekt, getragen von den Stiftungen Bürgerwaisenhaus, Westfalen-Initiative und Bürger für Münster, bietet Schülern viele Möglichkeiten, sich zu engagieren. Das kommt an: "Daumen hoch", sagte Bürgermeister Hans Varnhagen. Mit der Kompetenz, den Ideen und Ansätzen der am Projekt Beteiligten könne eine neue Form des gesellschaftlichen Miteinanders geschaffen werden. Auch ein Vorteil für die engagierten Schüler: "Lasst euch nicht klein reden, wenn eine Zensur schlecht ist. Das könnt ihr vielfach wettmachen, wenn ihr soziales Engagement zeigt", sagte Sommer. Denn soziale Kompetenzen seien gefragt. Ein Aspekt, den auch Prof. Wolfgang Sander (Foto) vom Fachbereich Erziehungswissenschaften der Uni Münster aufgriff: "In diesem Gebiet können Schüler zeigen, was in ihnen steckt." Sie erlernten Fähigkeiten, die im späteren Leben und Beruf von großer Bedeutung seien.

 

Schule machen


"Verantwortung lernen" soll auch künftig Schule machen: Zum einen können sich weitere Schulen daran beteiligen. Zum anderen werde in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule ein Methodenkoffer erarbeitet, sagte Schuldezernentin Dr. Andrea Hanke vom Beirats-Vorstand des Projekts. So erhielten Lehrer das Handwerkszeug, um selbst das Projekt aufzubauen. tja "

 

Weitere Informationen zum Projekt:

 

www.verantwortunglernen.de



Die Fürstenberg-Hauptschule in Münster – hier einige Schüler mit Schulministerin Barbara Sommer im Rathaus-Festsaal – ist eine von zehn Schulen, die sich am Projekt „Verantwortung lernen“ beteiligen. Foto: Matthias Ahlke

Samstag, 22.09.07 | 

 

 

Schüler aus Münster vorbildlich

 

Verantwortung lernen / Westfälische Nachrichten, 22.09.2007

 

Schulministerin Barbara Sommer wünscht sich Projekt "Verantwortung lernen" in ganz NRW

 

Münster. Elisabetta ist 14 Jahre jung. Gestern stand sie mit einigen ihrer Mitschüler von der Fürstenberg-Hauptschule auf der Bühne im Rathaus-Festsaal und berichtete vor großem Auditorium - darunter NRW-Schulministerin Barbara Sommer - über den Wahlpflichtunterricht an ihrer Schule unter der Überschrift "Wo kann ich mich nützlich machen im Stadtteil?". Die junge Schülerin erklärte souverän: "Wir sind in eine Kita bei uns in Handorf gegangen, haben uns vorgestellt, gesagt, wie wir heißen und dass es eine freiwillige Arbeit ist, die wir anbieten." Die Reaktion der Erzieherinnen sei gut gewesen. "Sie haben uns gesagt, dass wir mit den Kindern malen können, mit ihnen spielen dürfen oder ihnen beim Essen helfen können." Die Erzieherinnen, erzählte die 14-Jährige weiter, hätten anschließend gesagt, dass "wir ihnen sehr geholfen hätten".

 

Die Fürstenberg-Hauptschule ist eine von zehn Schulen in Westfalen, die an dem Projekt "Verantwortung lernen" teilnehmen. Die drei Stiftungen Bürgerwaisenhaus, Westfalen-Initiative und Bürger für Münster haben es zusammen im Herbst 2006 aus der Taufe gehoben.

 

Das Ziel: Schülern bürgerschaftliches Engagement nahe zu bringen - und Selbiges eben nicht nur mit Hilfe von Büchern: Wer sich in einen Rollstuhl setzt und selbst durch Münster fährt, der weiß besser wie sich Rollstuhlfahrer fühlen. Genau das haben Schüler des Berufskollegs Warendorf, Bereich Gesundheitswissenschaft, getan. Und dann mit behinderten Menschen Kontakt aufgenommen, um sie näher kennenzulernen.

 

"Wer als Jugendlicher engagiert ist, ist es auch als Erwachsener", sagte Professor Dr. Wolfgang Sander von der Uni Münster, der zur Fragestellung "Bürgerschaftliches Engagement von Schülern fördern?" referierte.

 

Zu den jungen Leuten, die aktiv sind, gehören auch Absolventen der Höheren Handelsschule (Berufskolleg Warendorf / Schwerpunkt Medien), die im Rahmen von "Verantwortung lernen" mit einem Geburtstagskind zusammenarbeiten: einem Sportverein in Everswinkel, der 100 Jahre alt geworden ist. "Ich möchte betonen, das haben die Schüler hier nicht gesagt, dass sie ganz viel in ihrer Freizeit tun", lobte Projektleiterin Dr. Jutta Schröten.

 

Schulministerin Barbara Sommer hofft, "dass von der Stadt Münster und der Region eine Initialzündung für das ganze Land" ausgehen wird. Das Projekt vermittle den Schülern über das reine Fachwissen hinaus soziale Kompetenzen. "Schülern nur Fachwissen zu vermitteln, das reicht nicht", stellte Birgit Berendes, Schulleiterin der Hauptschule Möhnesee, fest. Zeit für solche Projekte hätte jede Schule, betonte sie.

Bettina Laerbusch

 

Weitere Informationen:

www.verantwortung-lernen.de

 

Pressebericht:

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Foto: Oliver Werner

Mittwoch, 30.05.07 | 

 

 

Kräuter wachsen am Buddenturm

 

Westfälische Nachrichten, 30.05.2007

 

Die Apothekerkammer und die Bürgerstiftung Münster machten es möglich. Gestern Morgen gestalteten Kinder aus dem Mehrgenerationenhaus den Kräutergarten am Buddenturm neu. 300 Pflanzen von der Arznei bis zu Küchenkräutern gruben die Kinder mit der Unterstützung der Stadtgärtner neu ein.

 

Pressebericht:
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Freitag, 25.05.07 | 

 

 

Talente und Instrumente gesucht

 

Westfälische Nachrichten, 25.05.2007

 

Pressebericht:

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Freitag, 04.05.07 | 

 

 

Wer will Gold für Projekte im grünen Bereich?

 

Bürgerpreis 2007 / Westfälische Nachrichten, 04.05.2007

 

Stiftung ruft zum dritten Wettbewerb um den Bürgerpreis auf.

 

Münster. Alles im grünen Bereich? Wenn es um ehrenamtliches Engagement geht, dürfte in Münster die Antwort auf diese Frage eindeutig "Ja" lauten: Jeder dritte Erwachsene arbeitet laut Statistik in dieser Stadt ehrenamtlich und "trägt entscheidend dazu bei, dass das Leben in unserer Stadt lebenswerter wird", weiß Hans Rath, Präsident der Handwerkskammer und Vorstandsvorsitzender der Stiftung "Bürger für Münster".

 

Damit dieses bürgerschaftliche Engagement nicht unbeachtet bleibt, gibt es den Preis "Bürger machen Zukunft". In diesem Jahr wird er zum dritten Mal ausgeschrieben. Das Motto lautet: "Ihr Engagement - im grünen Bereich." "Münster ist eine grüne Stadt, weil es vielfältige Aktivitäten im Umwelt- und Naturschutz und in der Landschaftspflege gibt", erklärt Petra Woldt vom Vorstand der Stiftung "Bürger für Münster". "Viele dieser Aktivitäten haben die Menschen hier selbst ins Leben gerufen." Mit dem Preis "Bürger machen Zukunft", erklärt sie, werden Projekte ausgezeichnet, die für Münster innovativ sind und nachhaltig wirken.

Es können auch pädagogische Projekte sein, die insbesondere junge Menschen an die Themen Umwelt-, Naturschutz und Landschaftspflege heranführen. Bewerben dürfen sich Einzelpersonen, Gruppen, Initiativen, Vereine, Verbände und Unternehmen aus Münster.

 

Bewerbungsschluss ist am 15. Oktober. Der Preis besteht aus dem "Bürgerpreis" in Gold (5000 Euro), Silber (2500 Euro) und Bronze (1000 Euro). Damit werden Projekte ausgezeichnet, die momentan laufen oder 2006/2007 gelaufen sind. Außerdem gibt es den Zukunftspreis (2000 Euro) für ein besonderes Projekt, das sich in Planung befindet. Gestiftet wird das Preisgeld vom münsterischen Unternehmen Versatel. Es darf nur für oder im Sinne des jeweils prämierten Projektes ausgeben werden. Aus allen Bewerbungen wird eine Jury im November zehn Kandidaten nominieren. Die Preisverleihung findet am 29. November im Rathaus statt.

Sigmar Teuber

 

Pressebericht:
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Freitag, 04.05.07 | 

 

 

Im grünen Bereich

 

Bürgerpreis 2007 / Münstersche Zeitung, 04.05.2007

 

Pressebericht:

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Freitag, 08.12.06 | 

 

 

"Ihr seid spannend"

 

Bürgerpreis / Zukunftspreis 2006 / Westfälische Nachrichten, 2006

 

Bürgerpreis in Gold für das Junge Theater Cactus

 

Münster. Die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund sei eines der Schlüsselthemen unserer Zeit, hieß es bei der Bürgerpreis-Verleihung im Rathausfestsaal. Barbara Kemmler hat dafür einen besonders interessanten Weg gefunden - das Theater. Sie ist künstlerische Leiterin des Cactus-Theaters, das mit Jugendlichen unterschiedlichster Nationalitäten spannende Theaterstücke inszeniert ("Zungen", "Ich tanze so schnell ich kann" oder "Ich bin die Schöne und das Biest"). Am Donnerstag wurde diese Arbeit wurde mit dem Bürgerpreis in Gold ausgezeichnet, gestern unterhielt sich WN-Redakteur Wolfgang Schemann mit der Theatermacherin, die seit 32 Jahren in Münster als Schauspielerin und Regisseurin tätig ist.

 

Wie ist das Cactus-Theater entstanden?

Kemmler: Cactus Junges Theater ist Anfang der 90er Jahre entstanden als ein Theater gegen Rassismus. Weil wir gedacht haben, es sei sinnvoll, sich auf der Bühne oder im Probenraum, also leibhaftig mit dem Thema auseinander zu setzen. Wir haben seitdem immer wieder mit Jugendlichen und auch mit Künstlern verschiedener Nationalitäten gearbeitet. Und inzwischen hat dieser Bereich unseres Theaters auch seinen eigenen Namen: "Werkplatz diverse Kultur".

 

Und wie kam das Theater zu dem Namen Cactus?

Kemmler (lacht): Dahinter steckt sicher die Botschaft: Wir sind stachelig - aber wir haben auch schöne Blüten.

 

Was kann das Theaterspielen für die Integration leisten?

Kemmler: Zunächst mal ist es wichtig, glaube ich, dass die Jugendlichen spüren, dass sie gefragt sind - dass sie Gelegenheit bekommen, ihre Kompetenz, ihre eigene Sprache, ihre Fähigkeiten und Erfahrungen einzubringen. Unser Ansatz lautet deshalb auch nicht: Ihr habt Defizite und deshalb machen wir Theater - sondern: Ihr bringt etwas mit, Ihr seid spannend. Das Zweite ist, dass wir immer wieder versuchen, die Themen der Jugendlichen in den Mittelpunkt der gesellschaftlichen Auseinandersetzung zu stellen. Wir machen kein Polit-Theater. aber wir bemühen uns, Stücke zu produzieren, die deutlich machen, dass die Jugendlichen wichtig sind - dass wir auch von ihnen etwas lernen können.

 

Sie schreiben und erarbeiten die Stücke selbst?

Kemmler: In der Regel entwickeln wir die Stücke mit den Jugendlichen im Probenraum. Das heißt, es gibt ein Thema - und dann fangen wir an. Deshalb brauchen wir auch sehr lange - bis zu einem Jahr. Man trifft sich erst einmal die Woche, später gibt es zweimal zwei Wochen Intensivproben in den Ferien. Ich habe im Übrigen einen hohen Anspruch - und das ist gut für die Jugendlichen. Dabei lernen sie auch eine Menge an Regeln - nach der Methode: Wenn wir gemeinsam das und das auf die Bühne stellen wollen, dann müssen wir das und das beherzigen.

 

Wie viele Jugendliche machen bei Cactus mit?

Kemmler: Wenn ich alle Projekte zusammen nehme, sind das sicher 70 bis 80 Jugendliche aus 15 bis 20 verschiedenen Ländern.

 

Wie bewältigen Sie die sprachlichen Probleme?

Kemmler: Die Jugendlichen haben fast alle Förderunterricht gehabt und sprechen Deutsch. Dabei darf man nicht vergessen, dass viele - auch wenn sie noch nicht hundertprozentig deutsch sprechen - große sprachliche Kompetenz mitbringen und zum Teil mehrere Sprachen beherrschen. Ich meine deshalb auch, dass man immer beides fördern und berücksichtigen muss - dass man also mit der Muttersprache und mit deutschen Texten arbeitet. Im Übrigen ist die Internationalität der Gruppe für uns wichtig - da sind wir alle fremd. Und dann geht es darum, mit dieser Vielfalt klarzukommen.

 

Wie ist das Verständnis der unterschiedlichen Nationalitäten untereinander?

Kemmler: Damit haben wir bislang immer Glück gehabt. Zurzeit arbeiten wir mit einer Clique, die sich an einer Schule gebildet hat - und die besonders stolz darauf ist, dass sie viele Nationalitäten integriert. Das Interessante an dieser Freundschaftsclique ist, dass sie teilweise Funktionen einer klassischen Familie übernimmt. Ich will mal ein Beispiel nennen: Da gibt es ein Mädchen aus Osteuropa, das offenbar Schwierigkeiten hat, morgens rechtzeitig zur Schule zu kommen - weshalb ein Junge aus Kamerun sie jeden Morgen anruft. Ich finde, das ist ein sehr schönes Beispiel für soziale Kompetenz. Und es ist nicht das einzige.

 

Was bedeutet der Preis für Ihre Arbeit?

Kemmler: Also - ich habe mich total gefreut. Das ist der erste Preis, den wir in Münster bekommen haben. Er ist für uns auch ein Signal: Unsere Arbeit wird wahrgenommen. Und der Preis kam auch zum richtigen Zeitpunkt.

Inwiefern?

Kemmler: Die Arbeit ist manchmal auch sehr mühselig, weil wir keine Regelförderung bekommen. Ich muss ungeheuer viele Anträge schreiben, um das Theater über Wasser zu halten - mitunter beansprucht das 70 bis 80 Prozent meiner Zeit. Aber trotzdem muss ich sagen: Es gibt hier bei der Stadt ein hohes Maß an Bereitschaft,Cactus zu unterstützen. Schwieriger ist es mit den Landesmitteln. Auch da gibt es zwar Wohlwollen - aber das Prozedere ist extrem kompliziert. Manchmal komme ich mir vor wie ein Trüffelschwein - immer auf der Suche nach Geldquellen.

 

Was machen Sie mit den 5000 Euro, die Sie mit dem Bürgerpreis erhalten?

Kemmler: Eine gute Frage. Wir werden sehr gründlich darüber nachdenken, denn wir haben hier ständig Löcher zu stopfen. Auf alle Fälle brauchen wir einen neuen Computer. Ein Teil des Geldes werden wir sicher in ein neues Projekt im Kongo stecken.

 

Theater im Kongo?

Kemmler: Ja, wir möchten im nächsten Jahr ein Theaterstück mit jungen Frauen im Kongo produzieren - mit drei jungen Frauen, die hier schon einige Jahre Theater gespielt haben, und sechs jungen Frauen aus dem Kongo. Ein Stück, das im Jahr darauf in ganz Deutschland - auch hier in Münster - gezeigt werden soll.

 

Weitere Informationen zum Projekt:

 

www.cactus-theater.de



Gruppenbild mit Preisträgern: Sechs Vereine und Initiativen wurden gestern Abend im Rathausfestsaal von der Bürgerstiftung Münster für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Foto: Oliver Werner

Freitag, 08.12.06 | 

 

 

Ein vergoldeter "Cactus"

 

Bürgerpreis 2006 / Westfälische Nachrichten, 08.12.2006

 

Bürgerstiftung vergibt sechs Preise für vorbildliche Kulturprojekte 

 

Münster. Normalerweise bringen die Gäste Geschenke mit, wenn sie zu einer Geburtstagsfeier kommen. Bei der Bürgerstiftung ist das anders. Sie feierte gestern Abend im Rathaus ihren zweiten Geburtstag - und verteilte Geschenke. Genauer: Sie vergab zum zweiten Mal den Bürgerpreis - "und vergoldete damit einen kulturellen Kaktus", wie einer der Gäste nach der Verleihung des Hauptpreises an das Jugendtheater "Cactus" salopp formulierte.

 

Insgesamt rund 70 Gruppen, Vereine und Initiativen hatten sich um den Preis "Bürger machen Zukunft" beworben, der in diesem Jahr für Projekte in den Bereichen Kunst, Kultur und Brauchtumspflege ausgeschrieben worden war. Sechs von ihnen hatte die Jury für die Preisverleihung am gestrigen Abend nominiert. Und am Ende ging keiner mit leeren Händen nach Hause.

 

Der Bürgerpreis in Gold - ein von Dieter Sieger geschaffener Ehrenpreis und ein 5000-Euro-Scheck - ging an Barbara Kemmler und das Jugendtheater Cactus. Im Rahmen des Projektes "Werkplatz diverse Kultur" hat Kemmler mit jungen Leuten verschiedener Nationalitäten, die alle einen Migrationshintergrund haben, etliche Theaterstücke auf die Beine gestellt. "Mit Ihrem Projekt", so betonte Ralph Schwichtenhövel vom Bürgerpreis-Sponsor Versatel in seiner Laudatio, "haben Sie eindrucksvoll gezeigt, wie der Brückenschlag zwischen Deutschen und Migranten gelingen kann."

 

Den Bürgerpreis in Silber (2000 Euro) erhielt der Verein Yehudi Menuhin Live Music Now Münsterland, der 2005 vom Ehepaar von Ohnesorge ins Leben gerufen wurde und der schon mehrere Konzerte in sozialen Einrichtungen organisiert hat. Und über den Bürgerpreis in Bronze (1000 Euro) durfte sich der Mecklenbecker Geschichts- und Heimatkreis freuen.

 

Den mit 2000 Euro dotierten Zukunftspreis - gedacht für Ideen, die noch in den Startlöchern stecken - vergab die Jury an das Theater Sycorax, das sich zum Ziel gesetzt hat, die soziale Kompetenz und das kreative Potenzial psychisch kranker Menschen zu fördern. Und weil er von den Bewerbungen mehr als beeindruckt war, schuf Jury-Mitglied Dieter Sieger spontan noch zwei Sonderpreise. Sie gingen an die Afrika-Kooperative und den Plattdeutschen Gesprächskreis.

 

Wo es Preisträger gibt, gibt es auch Bewerber, die leer ausgehen. An sie wandte sich Moderatorin Martina Kreimann, als sie alle animierte, ihr ehrenamtliches Engagement fortzusetzen: "Sie alle tragen dazu bei, dass Münster noch lebenswerter und bunter wird." Und ans Weitermachen dachte auch Hans Rath, Vorstandsvorsitzender der Stiftung, als er am Schluss der unterhaltsamen Geburtstagsfeier schon mal das Thema für den Bürgerpreis 2007 verriet: "Im grünen Bereich".

 

Zum Thema


Bürgerstiftung MünsterDie Bürgerstiftung Münster ist am 1. Dezember 2004 mit 256 Gründungsstiftern und rund 550?000 Euro Grundstockvermögen angetreten. Das ist, wie Vorsitzender Hans Rath gestern Abend betonte, "bundesweit immer noch Platz 1, was den Start betrifft". Inzwischen hat sich das Stiftungsvermögen auf 663?000 Euro erhöht. Darüber hinaus hat der Vorstand laut Rath weitere 53?000 Euro in Form von Spenden, Sponsoring oder Projektpatenschaften eingeworben.

 

Erklärtes Ziel der Stiftung ist die Förderung bürgerschaftlichen Engagements. Dem dient insbesondere der Bürgerpreis, der gestern verliehen wurde. Außerdem vergibt die Stiftung "Start"-Stipendien für besonders begabte Zuwandererkinder. Vor kurzem wurde ein weiteres Projekt mit dem Titel "Verantwortung lernen - Schülerinnen und Schüler engagieren sich in Schule und Gesellschaft" aus der Taufe gehoben.

 

Pressebericht:
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Freitag, 08.12.06 | 

 

 

Guter Start ins Leben

 

Bürgerpreis / Zukunftspreis 2006 / Münstersche Zeitung, 08.12.2006 

 

Pressebericht:

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Freitag, 08.12.06 | 

 

 

Blickpunkt Bürgerstiftung

 

Bürgerpreis / Zukunftspreis 2006 / Westfälische Nachrichten, 08.12.2006

 

Zum zweiten Mal wurde der Preis Bürger machen Zukunft vergeben

 

Gold ging an Cactus Junges Theater, Silber an den Yehudi Menuhin Live Music Now Münsterland e.V. und Bronze an den Geschichts- und Heimatverein sowie den Bürgerverein für Mecklenbeck.Den Zukunftpreis erhält das Theater Sycorax, Stipendien gehen an Sowaro Touray und Vyacheslav Polonski.

 

Pressebericht:

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Hans Rath, Vorsitzender der Bürgerstiftung, gratuliert Vyacheslav Polonski und Sowaro Touray. Foto: ohw

Freitag, 08.12.06 | 

 

 

"Startschuss" für zwei Stipendiaten

 

START / Westfälische Nachrichten, 08.12.2006

 

Sowaro Touray und Vyacheslav Polonski heißen die beiden neuen Stipendiaten, die die Bürgerstiftung Münster gestern Abend in die "Start"-Familie aufgenommen hat. Start, ein Kooperationsprojekt mit der gemeinnützigen Hertie-Stiftung, versteht sich als Starthilfe für besonders begabte und engagierte Zuwandererkinder. Sowaro Touray, 1987 in Mainz geboren, besucht die 12. Klasse des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, sie war Schülervertreterin und leitete Kindergruppen im Turnverein. Vyacheslav Polonski, der 1989 in Kiew geboren wurde, lebt seit 1998 in Münster und besucht die 11. Klasse des Schiller-Gymnasiums. Er arbeitet in mehreren Fachschaften sowie in der Schülervertretung mit und ist Redakteur der Schülerzeitung. Die Stipendiaten bekommen ein monatliches Bildungsgeld von 100 Euro und einen Computer mit Internet-Anschluss.

 



Das Theater Sycorax – ein Projekt für Menschen mit Grenzerfahrungen.

Die Afrika Kooperative organisiert ein Festival.

Mitglieder des Vereins Yehudi Menuhin Live Musik Now.

Jugendliche zeigen bei Cactus, was sie können.

Karlheinz Pötter fasziniert Mecklenbecks Geschichte.

Traditionspflege beim Plattdeutschen Gesprächskreis.

Mittwoch, 06.12.06 | 

 

 

Zwischen Afrika und plattdeutscher Heimat

 

Bürgerpreis 2006 / Westfälische Nachrichten, 06.12.2006

 

Stiftung Bürger für Münster nominiert sechs von 70 Projekten 

 

Münster. 70 Projekte hatten sich für die zweite Auflage des Bürgerpreises der Stiftung Bürger für Münster beworben - sechs Projekte aus den Bereichen Kunst, Kultur und Brauchtumspflege hat die hochkarätige Jury vor wenigen Tagen nominiert. Am Donnerstag (7. Dezember) wird der mit 5000 Euro dotierte Preis mit der diesjährigen Losung "Bürger machen Zukunft" dem Gewinner im Rathaus überreicht.

 

Als bei Seidon Karidio vor einigen Tagen das Telefon klingelte und er von der Nominierung der Afrika- Kooperative für den Bürgerpreis erfuhr, "war die Überraschung groß". Er ist Vorsitzender des Vereins. Das jährliche Afrika-Festival des Vereins beeindruckte die Jury. Seit Juni 2001 gibt es das Festival in der Stadt mit Diskussionsrunden, literarischen Abenden, Tanz, Musik und einem großen Afrika-Markt: "Die kulturelle Vielfalt der afrikanischen Länder ist noch weitgehend unbekannt", sagt Karidio. Man wolle mit diesem Festival diese Vielfalt zeigen, "ein Miteinander aller Kulturen schaffen und einen gegenseitigen Austausch, um Missverständnisse zu beseitigen".

 

In Kinderhaus arbeitet Margret Holling gerade an der Chronik des 1982 gegründeten plattdeutschen Gesprächskreises. Nominiert wurde der Kreis, weil er Brücken zwischen Jung und Alt baue, heißt es in eine Pressemitteilung der Stiftung Bürger für Münster. Neben den plattdeutschen Abenden, Messen und dem großen Heimatabend begeistert der Kreis auch Kinder für die Mundart.

"Unsere Sprache ist heute oft zu technisch und reich an Anglizismen", sagt Holling - das Plattdeutsche ist hingegen "eine Sprache von Herz zu Herz". Mit den Schülern werden gemeinsam kleine plattdeutsche Stücke geprobt und auf den Heimatabenden gespielt.

 

Der Verein Yehudi Menuhin Live Musik Now beeindruckte die Jury mit seinem ungewöhnlichen Ansatz. Die rund 20 Musiker bringen klassische Musik an besondere Orte. Sie spielen in Justizvollzugsanstalten oder Behinderten-Einrichtungen. "Musik heilt, Musik verbindet", sagt Vorstandsmitglied Ulrich Suwelack über das Selbstverständnis des 2005 gegründeten Vereins.

"Wir schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe", sagt Suwelack. Man wolle gleichzeitig auch junge Musiker fördern, "ihnen eine Möglichkeit für öffentliche Auftritte geben".

 

In Mecklenbeck freuen sich die Mitglieder des Geschichts- und Heimatkreises über ihre Nominierung. Vorsitzender Karlheinz Pötter will mit Ausstellungen alter Postkarten Mecklenbecks und Fotografien im Bürgerzentrum Hof Hesselmann "Akzente setzen und Wertvolles aus der Geschichte zeigen, das uns auch heute noch etwas geben kann".

 

Doch es ist nicht nur die Historie Mecklenbecks, der sich der Verein verschrieben hat: Ein jährliches Kunstfestival, die Instandhaltung und ehrenamtliche Führung des Hofes Hesselmann, der Einsatz für den Ortskern Mecklenbecks: "Das ist ein ganzes Bündel", sagt Pötter.

 

Beim nominierten Theater Sycorax steht die Kunst im Mittelpunkt. Obwohl das Theater ein Projekt für Menschen mit Grenzerfahrungen, mit verschiedenen psychischen Erkrankungen ist, "sind wir keine Therapeuten", sagt Manfred Kerklaus, der gemeinsam mit Paula Artkamp das Theater künstlerisch leitet."

Wir fragen nicht nach den Krankheiten. Uns interessiert die Kunst. Wir wollen mit den Menschen schauspielerisch arbeiten" - Zusammenspiel und Zusammenhalt stehen bei Sycorax im Mittelpunkt. Die aktuelle Produktion des Theaters trägt den Projektnamen "Auswilderung" und soll im Mai uraufgeführt werden.

 

An der Entstehung der eigenen Produktion arbeiten auch die Schauspieler mit, bringen eigene Ideen und Erfahrungen ein: "Viele der Mitglieder sagen, dass sie durch das Schauspiel weitergekommen sind, auch im alltäglichen Leben", sagt Kerklau.

 

Um das Theater geht es auch in dem sechsten nominierten Projekt: der "Werkplatz diverse Kultur" vom Theater Cactus. Mehrere Stücke hat die künstlerische Leiterin Barbara Kemmler schon mit jungen Leuten auf die Beine gestellt, die alle der Migrationshintergrund verbindet.

 

Das Stück "Zunge" bringt jugendliche Schauspieler aus acht Ländern zusammen, zehn Sprachen werden auf der Bühne gesprochen: "Wir wollen die Kompetenzen der Jugendlichen zeigen, nicht die Defizite." Das Schauspielen gebe den Jugendlichen neues Selbstvertrauen.

 

Die Jury hatte eine schwere Wahl zu treffen. Neben dem Bürgerpreis in Gold (5000 Euro), wird am Donnerstag um 19.30 Uhr noch Silber (2000 Euro), Bronze (1000 Euro) sowie ein Zukunftspreis (2000 Euro) verliehen.

Sven Betting