Was wir erreichen wollen 

Viele Flüchtlinge sind nach Deutschland und auch nach Münster gekommen. Viele neue Unterkünfte mussten eingerichtet werden. Gerade in Münster ist die Bereitschaft der Bürger, Flüchtlingen zu helfen, sehr groß.

 

Wir wollen dazu beitragen, die in Münster ankommenden und die schon länger hier wohnenden Flüchtlinge zu unterstützen und ihnen das Ankommen in Deutschland und die Bewältigung ihres Alltags in Münster erleichtern. Ob geflüchtete Familien, einzelne Männer und Frauen oder unbegleitete Jugendliche: Wir wollen helfen, dass sie sich bei uns einleben und zurechtkommen. Dazu wollen wir Bürgerinnen und Bürger gewinnen, die sich ehrenamtlich engagieren oder mit Geld- oder Sachspenden helfen wollen, bei Projekten der Bürgerstiftung oder bei Projekten anderer Institutionen.

BÜRGERHILFE FÜR FLÜCHTLINGE

Wie wir das Ziel realisieren

Wir betreuen zwei Einrichtungen: die Unterkunft Münzstraße 10 (ehemaliges Finanzamt), wo überwiegend Familien untergebracht sind, sowie im "Blaukreuzwäldchen", einer Einrichtung der Diakonie, in der 45 "Unbegleitete jugendliche Flüchtlinge" wohnen.

 

In der Unterkunft Münzstraße haben bis zu 80 Freiwillige den Flüchtlingen beim Deutsch-Lernen geholfen. Größte Herausforderung waren die unterschiedlichen Vorkenntnisse der Flüchtlinge: manche haben schon mal eine andere Sprache (i.d.R. Englisch) und damit lateinische Buchstaben gelernt, manche können nur die Muttersprache lesen und schreiben (mit eigenen Schriftzeichen von rechts nach links), manche sind Analphabeten! Die Bewohner werden derzeit sukzessive in Wohnungen und kleinere Unterkünfte untergebracht und die Einrichtung bis 30.9. geschlossen. Daher ermuntern wir Freiwillige mit gutem Kontakt zu einzelnen Flüchtlingen bzw. Familien zu einer individuellen, längerfristigen Betreuung als Mentoren/Coaches, um ihnen beim weiteren Einleben bei uns zu helfen.

 

Im Blaukreuzwäldchen geht es auch um Hilfe beim Deutsch-Lernen, aber auch um Sport und die Nutzung des Internets. Freiwillige haben den Sportraum renoviert und mit gespendeten, hochwertigen Fitness-Geräten ausgestattet und betreuen nun täglich die sportlichen Aktivitäten der Jugendlichen. Ähnlich geht es mit den Computern, die von der Fiducia&GAD gespendet wurden. Im Computerraum können die Jugendlichen das Internet nutzen und die üblichen Computer-Programme kennenlernen, angeleitet von Freiwilligen der Bürgerstiftung. Weitere Freiwillige betreuen die Fahrrad-Werkstatt, die Holzwerkstatt sowie Angebote zum Malen und Musizieren.

 

In den Projekten werden auch kleinere Geldbeträge benötigt: Für Deutschbücher und anderes Lernmaterial, für Sport (Bälle, Sportschuhe, Sportkleidung ...), und andere Kleinausgaben in den Projekten. Daher freuen wir uns über Spenden auf das Spendenkonto: DE32 4016 0050 0000 1556 05.

 

Perspektiven für Beschäftigung

und Wege in den Arbeitsmarkt

 

Wir haben mit den Kammern und den zuständigen Ämtern geprüft, ob und wie Einstiege in Beschäftigung für erwachsene Flüchtlinge möglich sind. Reguläre Beschäftigungen kommen oft nicht in Frage, weil Sprach- und Fachkenntnisse fehlen und die bürokratischen Hürden hoch sind. Möglichkeiten für erste Schritte in Richtung einer Beschäftigung sind sog. "Maßnahmen" nach § 45 des Sozialgesetzbuches III nach dem Muster von Wiedereingliederungs- maßnahmen für Langzeitarbeitslose. Wir haben für 20 erwachsene Flüchtlinge ein entsprechendes Pilotprogramm aufgesetzt und einige Flüchtlinge in ein Praktikum oder ein Ausbildungsverhältnis vermitteln können.

 

 

 

Wie Sie mitmachen können

Jeder Bürger kann mitmachen. Sie brauchen kein besonderes Know-How, um sich mit Flüchtlingen zu beschäftigen und ihnen als Hilfe zur Seite zu stehen. Jeder Bürger, der sich engagieren möchte, kann dies auch tun!  Wichtig ist, dass Sie sich persönlich einbringen, sich auf fremde Menschen, die oft kein oder wenig Deutsch sprechen, einlassen und einen Teil Ihrer Freizeit dafür einsetzen wollen.

 

Kommen Sie zunächst für ein paar Termine, helfen Sie mit, gemeinsame Aktivitäten im größeren Kreis zu organisieren. Wenn sich dann Bekanntschaften oder gar Freundschaften zu einzelnen Flüchtlingen entwickeln, können Sie entscheiden, auch länger zu helfen, typischerweise für einzelne Flüchtlinge oder Flüchtlingsfamilien. Die meisten Flüchtlinge wollen sich ein neues Leben aufbauen oder sich zumindest vorübergehend in Deutschland integrieren, sich dafür anstrengen und Hilfe annehmen.

 

So oder so werden Sie neue Erfahrungen sammeln, interessante Menschen kennenlernen, beeindruckende, manchmal auch tragische Geschichten hören, selbst neue Perspektiven entwickeln und sich persönlich bereichert fühlen. Dass wir als Bürger dabei helfen, an der Bewältigung eines großen aktuellen Problems mitzuwirken, ist fast schon zweitrangig.

 

Konkret suchen wir Bürgerinnen und Bürger für folgende Aktivitäten:

Helfen Sie einmal pro Woche für zwei Stunden den Flüchtlingen beim Erlernen der deutschen Sprache; Lehrmaterial wird gestellt.

 

Betreuen Sie die Flüchtlinge nach ihrem Auszug aus den Flüchtlingsunterkünften in ihrer neuen Wohnsituation.

 

Unterstützen Sie die Aktivitäten mit den jugendlichen Flüchtlingen im Blaukreuzwäldchen.

 

Wenn Sie als Unternehmer Flüchtlingen einen Einstieg in Beschäftigung durch eine Maßnahme nach §45 SGB III ermöglichen wollen, freuen wir uns über Ihre Nachricht.

 

Wenn Sie in anderer Weise Flüchtlinge unterstützen wollen oder weitere Fragen haben, wenden Sie gerne sich an uns unter kontakt@buerger-fuer-muenster.de!

 

 

Ansprechpartner

Joachim Sommer, Koordinator

Rüdiger Weinnoldt, Projektleiter "Münzstraße"

Dieter Ptock, Projektleiter "Blaukreuzwäldchen"

Tel: 0251 / 9876483

kontakt@buerger-fuer-muenster.de